Archiv für März 2017

RECHT AUF STADT II – Von der Idee zur Aktion

Aktionstagung am 18.3. – 10-17 Uhr – KatHo Aachen (Robert-Schumann-Strasse 25)

Bezahlbarer Wohnraum? In Aachen Mangelware.
Jugendtreffs und Stadtteilzentren? Gibt‘s kaum.
Kultureller Freiraum? Nur gegen Bezahlung.
Grüne Oasen? Sind Geheimtipps.
Unsere Stadt entspricht so gar nicht dem, wie wir sie gerne hätten. Wer da plant und entscheidet, handelt an den Bedürfnissen der Menschen, die hier leben, vorbei.

Das nützt nur sehr wenigen: Investor*innen, die Profit mit dem Mangel machen.
Und Rassist*innen, die den zu Mangel nutzen versuchen, um Bevölkerungsgruppen gegeneinander auszuspielen.
Doch wir lassen uns nicht spalten. Es ist Zeit für Veränderung: Fangen wir damit an!
Wir laden Dich herzlich zur Aktionstagung „Recht auf Stadt II – von der Idee zur Aktion“ ein.
Wir wollen unsere zentralen Forderungen und Strategien diskutieren.

Und dann starten wir durch!:
Mit vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen wollen wir in der Öffentlichkeit präsent sein, Druck auf Politik und andere Entscheidungsträger*innen machen, sie zur Veränderung drängen statt nur darum zu bitten.
Eine erste Demonstration ist bereits in Planung. Wir haben lange genug leeren Versprechen zugehört. Jetzt ist die Zeit, aktiv zu werden!
Ein gutes Leben für alle Menschen in unserer Stadt ist möglich! Dazu gehört das Recht auf Arbeit, gute Bildung und soziale Sicherheit, gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe sowie guter, bezahlbarer Wohnraum. Mit unserer Initiative möchten wir für eine Stadt, die dem entspricht, kämpfen.

Für Wohnraum! Für Freiraum! Für Teilhabe! Gegen Rassismus!

Zeitplan:

10:00-10:45
Begrüßung, Darstellung unserer Beweggründe, Vorstellung der Workshops

10:45-12:15
Workshopphase 1

12:15-13:00
Mittagspause & Essen (kostenfrei, es wird um Spenden gebeten)

13:00-14:30
Workshopphase 2

14:30-15:30
Vorstellung der Ergebnisse aus den Workshops im Plenum

15:30-16:00
Kaffeepause

16:00-17:00
Abschlussplenum: Diskussion und Verabschiedung eines Flyers für die Demo am 6.5., weitere Veranstaltungen, organisatorisches.

Folgende Workshops sind geplant:
Freiräume erkämpfen: Wie sich Skater*innen in Aachen einen Skatepark geschaffen haben
Gegen Mietsteigerung und Verdrängung: Wie sich Mieter*innen in Stuttgart wehren (mit einer Aktivistin der Stuttgarter Mieter*innenbewegung)
Gentrifizierung in Aachen: Wie ist die Situation? Was können wir tun?
„Grün in unsere Stadt!“ – Urbane Gärten in Aachen
Hausbesetzungen gegen Wohnungsnot am Kölner Beispiel (Mit Aktivist*innen der Kölner Hausbesetzer*innenbewegung)

Die Tagung wird organisiert vom Bündnis „Antirassistische Offensive Aachen“ und dem AK Politik an der KatHo Aachen.

22. & 23. April: Gegen den Bundesparteitag der AfD in Köln

Rassistisch, sexistisch,unsozial: Die „Alternative für Deutschland“
Am 22. und 23. April will die AfD ihren Bundesparteitag in Köln abhalten. Dagegen stellt sich seit Anfang des Jahres eine große Kampagne auf: Viele Gruppen bereiten sich darauf vor, der AfD den Bundesparteitag zu vermiesen und sich ihr aktiv entgegen zu stellen.

Gründe für Protest gibt es viele:
Die AfD ist rassistisch, hetzt gegen Geflüchtete und prominente Vertreter wie Björn Höcke sind offen antisemitisch. Besonders Muslime sind vom Rassismus der AfD betroffen. Frauen sollen sich der Partei nach wieder stärker um Hausarbeit, Kinder- und Altenpflege kümmern. Lesben, Schwule, Bi-, Trans- und Intersexuelle werden von ihr diskriminiert – die AfD möchte ein konservatives Familien- und Rollenbild durchsetzen und bekämpft alle anderen Lebensentwürfe. Auch Arbeitslose, Niedriglöhner*innen und andere finanziell Benachteiligte haben allen Grund, gegen die AfD aufzustehen: Geht es nach der Partei, soll das Arbeitslosengeld I privatisiert werden, weitere soziale Sicherungssysteme sollen abgeschafft werden. Gleichzeitig steht die Partei für massive Steuererleichterungen für die Reichen.
Es gibt viele weitere Gründe, gegen die AfD zu protestieren: Sie steht für völkischen Nationalismus, neoliberale Wirtschafts- und Sozialpolitik und will einen reaktionären Wandel in der Kultur- und Bildungspolitik. Sie leugnet – wie Donald Trump – den Klimawandel und will Atomkraft begünstigen. Tihange lässt grüßen! Die AfD kämpft für einen autoritären Staat. Aber es bleibt auch festzustellen: Etablierte und regierende Parteien haben der AfD, z.B. mit Asylrechtsbeschränkungen, Steilvorlagen geliefert.

Geistige Brandstiftung
Führende Köpfe der AfD wie Höcke, Gauland, Petry oder Pretzell wissen genau, was sie tun. Ihre Hetze ist verantwortlich für brennende Geflüchtetenunterkünfte und rassistisch motivierte Übergriffe.
Deswegen ist es wichtig, dagegen klar, öffentlich und massenhaft Position zu beziehen. Das heißt auch, ihr konsequent den Raum für ihre menschenverachtende Propaganda zu nehmen. Jeder Einzug in ein Parlament, jeder öffentliche Auftritt dient ihrer weiteren Etablierung und Legitimierung.

Blockieren – laut sein – kreativ sein!
Am 22. April soll der Bundesparteitag der AfD in Köln starten. Wir stellen uns dagegen! An dem Tag wird es kein Durchkommen für die AfD geben. Wir werden gemeinsam nach Köln fahren und mit tausenden anderen massenhaft und kreativ den Parteitag blockieren. Im Anschluss ist eine große antirassistische und antifaschistische Demonstration geplant.

Gegen Rassismus, Sexismus und unsoziale Politik – für ein gutes Leben für Alle!
Solidarität statt Hetze!

Info-Abend:
5. April | 18:30 Uhr | Autonomes Zentrum | Hackländerstr. 5, Aachen

Treffpunkte für die gemeinsame Anreise nach Köln
click

Alle anderen Infos
unter noafd-koeln.org