Demo: Gemeinsam kämpfen für ein gutes Leben für Alle!

Gleichberechtigung! Wohnraum! Bildung! Jobs! Waffenexporte stoppen, Kriege beenden!
Gemeinsam kämpfen für ein gutes Leben für Alle!

Aufruf zur Demo am 16. September 2017 in Aachen
Start: 15:00 Uhr am Elsassplatz (Kennedypark).

Weltweit sind über 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Sie fliehen vor allem vor Krieg, aber auch vor bitterer Armut und Hunger, vor Klimaveränderungen, die ihre Heimat zunehmend unbewohnbar machen, und vor Verfolgung. Während die meisten in Nachbarländern in überfüllten Lagern ausharren und darauf hoffen, irgendwann in ihre Heimat zurückkehren zu können, machen sich einige auf die gefährliche Reise in den vermeintlich sicheren Norden. Zehntausende sind dabei im Mittelmeer ertrunken oder auf andere Weise an den Außengrenzen der Festung Europa ums Leben gekommen. Wer es trotzdem nach Deutschland schafft, wird hier als Mensch zweiter Klasse behandelt – fundamentale Rechte werden geflüchteten Menschen vorenthalten.

Mit unserer Initiative kämpfen wir für ein gutes Leben für alle Menschen – egal ob mit Fluchtgeschichte oder ohne, egal ob mit deutschem Pass oder ohne, unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht oder Religion.

Kämpfen lohnt sich!
Durch Massenproteste konnten 2009 Studiengebühren gekippt werden, der Ausstieg aus der Atomkraft wurde erkämpft und auch der (viel zu geringe) Mindestlohn ist eine direkte Folge jahrelanger Proteste. In Nürnberg haben Berufsschüler*innen mit Sitzblockaden versucht, die Polizei dabei zu stoppen, ihren Mitschüler in Abschiebehaft zu nehmen. Zwar konnte sich die Polizei mit massiver Gewalt durchsetzen, der Widerstand der Schüler*innen fand aber bundesweit so viel Unterstützung, dass die Abschiebung dennoch ausgesetzt wurde. Und auch in Aachen konnte mit Protesten und Unterschriftensammlungen so viel Druck aufgebaut werden, dass ein skandalöser Prozess eingestellt wurde: Zwei Aachener sollten hier nach dem Willen der Staatsanwaltschaft dafür verurteilt werden, dass sie bei einem Supermarkt genießbare Lebensmittel aus der Mülltonne gerettet hatten.

Kämpfen ist nötig!
Viel mehr ist zu tun. In keiner nordrhein-westfälischen Stadt wachsen die Mietpreise so schnell wie in Aachen, finanziell Benachteiligte werden so in Vororte verdrängt. Schulklassen und Uni-Hörsäle sind überfüllt, gute Bildung gibt es nur für Menschen, die sich Privatunterricht leisten können. In der Städteregion waren im Juni 2017 nach offiziellen Angaben über 23.000 Menschen arbeitslos (die offiziellen Zahlen sind dabei immer geschönt!), die Armutsquote in unserer Region liegt bei 18,6 Prozent.

Fluchtursachen bekämpfen statt Geflüchtete!
Besonders betroffen sind Geflüchtete. Zu ihrer Armut kommt hinzu, dass sie meist nicht arbeiten gehen dürfen – ihnen bleibt also nichts anderes übrig, als von den viel zu geringen Almosen des Staates zu überleben. Ihnen werden fundamentale Rechte vorenthalten – hier findet eine systematische staatliche Diskriminierung einer ganzen Bevölkerungsschicht statt. Gleichzeitig sind deutsche Konzerne und der Staat mitverantwortlich für Fluchtursachen: Durch die Ausbeutung von Bodenschätzen und den Export von Lebensmitteln aus vielen Teilen Afrikas verdienen deutsche Konzerne ein Vermögen. Das rheinische Braunkohlerevier ist Europas größte CO2-Schleuder, ganz in unserer Nähe wird der Klimawandel angeheizt, was zu Wüstenbildung und zunehmenden Wetterextremen vor allem in Äquatorregionen führt. Ganze Landstriche werden unbewohnbar. Deutsche Waffen werden in die ganze Welt exportiert – auch an Diktaturen wie die Türkei, die damit Krieg gegen die kurdische Bevölkerungsminderheit führt, oder an Saudi-Arabien, dessen Armee aktuell im Jemen wütet. Und an viel zu vielen Orten der Welt ist die deutsche Armee stationiert – natürlich nicht mit Friedenspanzern und Demokratiegewehren.

Ein gutes Leben für Alle!
Wir haben einen deutschen Pass oder auch nicht. Wir haben helle Hautfarbe, dunkle oder irgendwas dazwischen. Wir sind Frauen, Männer oder etwas ganz anderes, wir haben viele Religionen oder gar keine. Wir haben ein gemeinsames Interesse: Ein gutes Leben!

Gleichberechtigung! Wohnraum! Bildung! Jobs! Waffenexporte stoppen, Kriege beenden! Dafür kämpfen wir gemeinsam.
Für das gute Leben zu kämpfen heißt auch, gegen ein System zu kämpfen, in dem für Profite Menschen unterdrückt und ausgebeutet werden oder ihre Heimat zerstört wird. Mensch und Umwelt statt Profit!

Komm zur Demonstration! Bring Freund*innen, Nachbar*innen, Kolleg*innen mit! Lasst uns laut und viele sein!


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