Bündnistreffen 1.3.

Das nächste Treffen vom Bündnis „Antirassistische Offensive“ findet am 1. März um 18:30 Uhr im Autonomen Zentrum (Hackländerstraße 5, direkt am HBF) statt. Diesmal diskutieren wir schwerpunktmäßig Proteste gegen rassistische Aktionen im Wahlkampf. Alle, die mitmachen und mit uns aktiv werden möchten, sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

One Billion Rising 2017

One Billion Rising 2017:
Für eine Welt ohne Gewalt, Sexismus und Ungleichheit!

Zentrale Aktion für die StädteRegion Aachen:
14. Februar 2017 | 17:30 Uhr | Elisenbrunnen Aachen

Rise! Disrupt! Connect!

Am 14. Februar 2017 gehen wieder weltweit Menschen auf die Straße. Sie tanzen, demonstrieren und fordern das Ende der Gewalt gegen Frauen*.

Weltweit erfährt jede dritte Frau* in ihrem Leben Gewalt – egal ob Schläge, Tritte, sexualisierte Gewalt, Zwangsheirat und -prostitution, Menschenhandel oder auch weibliche Genitalverstümmelung. 2012, als die Kampagne gegründet wurde, waren das weltweit etwa eine Milliarde Betroffene – daher auch der Name „One Billion Rising“ (deutsch: „Eine Milliarde steht auf“). Und noch viel mehr Frauen* leiden unter alltäglicher Diskriminierung, wie zum Beispiel ungerechter Behandlung auf dem Arbeitsmarkt. Mit Aktionen und Kundgebungen auf allen Kontinenten protestieren wir dagegen.

Sei dabei! Am Dienstag, den 14.02.2017 um 17:30 Uhr, am Elisenbrunnen in Aachen

Wir erheben uns aus Solidarität zu allen Frauen* der Welt, die Gewalt erleben oder erlebt haben. Wir möchten alle Frauen* ermutigen, über ihre Gewalterfahrungen zu sprechen, sich Hilfe zu holen und Gewalttaten anzuzeigen.

Deshalb treten wir ein für:
» die ausreichende Finanzierung einer Beratungs- und Betreuungsstruktur für Betroffene, insbesondere für Opfer sexualisierter und häuslicher Gewalt!
» konsequente strafrechtliche Verfolgung von jeglicher sexueller Handlung ohne Zustimmung!
» eine konsequente Bekämpfung der Zwangsprostitution bei gleichzeitiger Zusicherung einer Bleibeperspektive!
» ein Verbot geschlechtsdiskriminierender Werbung!
» gleichen Lohn bei gleicher Arbeit!
» die gesellschaftliche Aufwertung frauen*dominierter Tätigkeiten!
» die gesellschaftliche Gleichstellung aller Geschlechter!

Auch international unterstützen wir Bewegungen für solche und ähnliche Ziele: In Polen beispielsweise konnte eine beeindruckende Bewegung die Abschaffung des Abtreibungsrechts abwehren. In Irland entwickelt sich seit Jahren eine wachsende Bewegung mit dem Ziel, eines der strengsten Abtreibungsgesetze der Welt zu kippen. In Argentinien stehen zehntausende Frauen* gegen frauen*feindliche Gewalt auf. Unser Kampf kennt keine Grenzen, Nationalität oder Hautfarbe sind uns egal. Wir sind solidarisch mit allen Betroffenen von Gewalt. Rassismus und Nationalismus haben bei uns keinen Platz.

Unser Ziel ist eine Welt frei von Gewalt, Sexismus und Ungleichheit. Und wir sind nicht allein! Nach jahrelangem Kampf wurde mit der Reform des Sexualstrafrechts der Grundsatz „Nein heißt Nein!“ ins Gesetzbuch geschrieben. Auch wenn es noch viel zu tun gibt und die konsequente Umsetzung abzuwarten bleibt, ist das doch ein Schritt in die richtige Richtung.

Der Anfang ist gemacht. Viel mehr ist aber noch zu tun.
Sei dabei, wenn wir am 14. Februar 2017 auf die Straße gehen! Lasst uns gemeinsam protestieren, Bewusstsein schaffen und ein Zeichen setzen!

* Wir wollen mit dem Sternchen darauf aufmerksam machen, dass es mehr als zwei biologische Geschlechter gibt und noch viele weitere gefühlte Geschlechter (gender) hinzukommen.

Unterstützende Gruppen: Siehe obraachen.blogsport.de

Tagung „Recht auf Stadt“

Alle Infos zur Tagung „RECHT AUF STADT – GEMEINSAM PLANEN, ZUSAMMEN LEBEN“ am 5. November 2016 findet Du hier:

http://gutesleben.blogsport.de/tagung/

Anreise zu Demo „Es reicht! Rechte Gewalt stoppen“

Es reicht! Rechte Gewalt stoppen – in Dortmund und anderswo!

Wir fahren zur Demo nach Dortmund am 24.9. Treffpunkt ist um 9:15 am Autonomen Zentrum Aachen (Hackländerstraße 5, Nähe hBF). Von da aus gehen wir gemeinsam zum HBF. Unser Zug fährt um 9:51 Uhr (Düren: 10:17 Uhr).

Schwarz-Rote Kneipe: Solidarity without limits – Nationalismus ist keine Alternative

Am 21. September findet die erste Schwarz-Rote Kneipe nach der Sommerpause statt. Im Rahmen davon werden wir zusammen mit Diskursiv Aachen über die Einheitsfeierlichkeiten am 3. Oktober in Dresden sprechen und warum unserer Meinung nach Nationalismus keine Alternative bietet. Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um euch einzuladen an den Gegenprotesten in Dresden teilzunehmen. Los geht es um 18:30 Uhr im AZ Aachen. Es wird wie immer leckere, vegane Küfa gegen Spende geben.

Solidarity without limits – Nationalismus ist keine Alternative
Am 3. Oktober will sich die deutsche Nation wieder selbst feiern. Dieses Jahr findet das zentrale Event der Einheitsfeierlichkeiten unter dem Motto „Brücken bauen“ in Dresden statt. Brücken sind eine gute Sache. Sie machen eine sichere Reise möglich. Man könnte viele Brücken bauen, z.B. über das Mittelmeer, und damit das Leben von zehntausenden Flüchtenden und Migrant*innen retten. Darüber nachzudenken, wie alle Menschen sicher das Mittelmeer überqueren könnten, wäre besonders am 3. Oktober, dem 3. Jahrestag des Bootsunglücks von Lampedusa, ein Anfang, um mit der europäischen Abschottungspolitik Schluss zu machen. Aber in Dresden wird es nicht darum gehen. Stattdessen soll mit dem üblichen Tam-Tam die vermeintliche Einheit von Kultur, Tradition, Staat und Bevölkerung herbeigefeiert werden. In der Realität sieht das ganz anders aus: Die deutsche Gesellschaft polarisiert sich, in Staat und Gesellschaft erfahren autoritäre und ausgrenzende Tendenzen Aufwind und die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander. Alles gute Gründe am Wochenende des 3. Oktobers die Einheitsfeiern in Dresden kritisch zu begleiten. Denn das Gastgeberland Sachsen lädt offiziell zum „Tanz“.

Dresden: Die Hauptstadt der Vergangenheitsüberwältigung
Sachsen wurde durch Pegida, Anschläge auf Geflüchtetenunterkünfte und den immer wieder wütenden rechten Mob zum Sinnbild des Rechtsrucks in Deutschland. Und noch viel mehr: Die Landeshauptstadt Dresden ist zum Symbol und Ausgangspunkt der Restauration des neuen deutschen Nationalismus geworden: Von den „Jubelsachsen“ beim ersten Besuch Helmut Kohls, über das revisionistische Gedenken an die Bombardierung der Stadt am 13. Februar — was dem Otto-Normal-Deutschen endlich wieder die Berechtigung gab, sich als Opfer des II. Weltkriegs zu fühlen —, bis hin zum Hofieren des rechten Mobs durch Dialog-Foren der Landesregierung zum gegenseitigen Streicheln der Ressentiments zwischen Regierung und Bürger*innen. Mit erneuertem nationalen Selbstbewusstsein agiert die Bundesregierung als Befehlshaberin Europas in der Krise, während die Bevölkerung endlich wieder Nationalstolz zeigen und nationale Souveränität fordern kann.

Die Krise und der Rechtsruck
Der Aufschwung des Rechtspopulismus in Sachsen und Deutschland reiht sich jedoch lediglich in eine gesamteuropäische nationalistische Entwicklung ein, die ihren neuerlichen Ausgangspunkt im Ausbruch der Wirtschafts- und EU-Krise 2007 fand und seitdem nicht aufhört. In dieser Krise wurde Deutschland zum Taktgeber des sozialen Kahlschlags und Leistungszwangs, bestehend aus Privatisierung und Angriffen auf die Rechte der Lohnabhängigen. Vorbilder für die Austeritätspolitik gegen Griechenland sind Hartz-IV und die mit der Wende beginnende Abwicklung der DDR und anderer Länder Osteuropas, in denen die ehemals staatlich gesteuerte Wirtschaft im Schnellverfahren dem kapitalistischen Markt unterworfen wurde. Damals dienten die Maßnahmen der Integration in den neoliberalen Wirtschaftsstandort Deutschland. Heute soll der deutsche Standort Europa heißen. Auf dem Weg zu einem Europa unter deutscher Hegemonie war selbst die parlamentarische Demokratie immer wieder eine Hürde — und wurde in den Ländern Südeuropas durch die Troika mehrfach überrollt. Jede noch so kleine Alternative zum Sparkurs wurde somit im Keim erstickt. In diesem Fahrwasser häufen sich — wenig verwunderlich — die Erfolge von völkischen Parteien und Bewegungen. Denn die allerorten von den Regierenden gepflegten Ressentiments vertreten doch letztlich die Profis der Abschottung, Armut und Ausgrenzung noch glaubwürdiger. Die (hetero-)sexistischen und rassistischen Feindbilder überschlagen sich, die soziale Kälte nimmt zu und die Wohlstandschauvinist*innen unterschiedlicher politischer Lager geben sich weiter die (rechts-)populistische Klinke in die Hand.

Crisis is coming home
Deutschland ist bisher als Gewinner aus der Wirtschaftskrise hervorgegangen und konnte die Lasten des eigenen Erfolgs auf andere Regionen, Lohnabhängige und prekäre Klassen abwälzen. Die vielfältigen Widersprüche und das Elend des kapitalistischen Normalvollzugs und seiner Staatsapparate treten jedoch wieder so offen zu Tage wie seit langem nicht mehr. Und zunehmend befinden sich die elitäre parlamentarische Demokratie und die technokratisch-neoliberale EU in einer Legitimationskrise, die nicht nur hierzulande vor allem von der politisch Rechten genutzt wird. Inmitten der Krise der Repräsentativdemokratie, brutaler Verarmung selbst in den kapitalistischen Zentren, aggressiver Abschottung an den Grenzen und völkischer Stimmungsmache „tanzt“ die versammelte Gemeinde der neoliberalen Nationalist*innen, um die Alternativlosigkeit zu feiern. Nebenan wüten völkische Nationalist*innen und propagieren ihre „Alternative“ zum Standortnationalismus.
Das schreit nach radikaler Kritik! Nationalismus ist keine Alternative!
Sachsen lädt ein: Let‘s crash their party! Grenzenlose Solidarität statt nationalem Korsett! Bringen wir die Verhältnisse zum Tanzen!

Termine

2. Oktober:

Vorabend-Demonstration gegen die Einheitsfeierlichkeiten in Dresden

3. Oktober:

Kundgebung in Solidarität mit allen Geflüchteten
Dezentrale Aktionen gegen die Einheitsfeierlichkeiten in Dresden

September und Oktober:

gemeinsame Veranstaltungsreihe des Bündnis „Solidarity without limits“

21.09.2016 // 18:30 Uhr // AZ Aachen // Eintritt frei